CHILDHOOD MEMORIES WITH BRAINCRACKING
Installation mit Sound
2010/2011

 

"Childhood Memories” versucht anhand des Verhaltens von Licht das Verbleiben unserer Kindheitserinnerungen zu visualisieren.

Ein Bild wird unscharf auf eine rutschenförmige Fläche projiziert. Diese ist durch Schraubenköpfe unterbrochen, durch die das Bild, die Erinnerung, potentiell zusammengeschraubt, jedoch niemals zu einem Ganzen zusammengefügt werden kann. Absolut nicht wieder herstellbare Anteile reflektieren fragmentarisch auf Außenflächen. Durch das Eingreifen in die Bildfläche, mit der Intention, die Erinnerungen zusammenzufügen, verzerrt sich der Sound zum unerträglichen Krach.

Als Leitfaden für diese Installation wurde das Bewusstseinsmodell von Freud , der die Psyche in 3 verschiedene Bereiche einteilt, hergenommen und in eine räumliche Bildsprache übersetzt.
Das Bewusste, die zurückgebliebene Erinnerung, wäre in diesem Fall die erste Projektionsebene, auf der das Bild nur wenig klar erkennbar ist. Weiße Schraubenköpfe fangen das Vorbewusste ab, welches durch Suchen wieder in die bewusste Ebene gebracht werden kann. Das Unbewusste, das Verdrängte, seelische Inhalte die nicht direkt bewusst gemacht werden können, sind durch die Spiegel auf Seite des Bewussten nicht sichtbar, können aber mehr oder weniger als, teilweise verschrobene, Bildteile von außen betrachtet werden.

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SELFTAILORED
Installation, Video mit Sound 25:22 min
2009-2012

 

2 „Selbsthaarschnittsessions“ wurden im Format 4:3 aufgezeichnet, anschließend zu einem 16:9 Bild zusammengefügt und vorerst, unter Berücksichtigung der Bewegungen zusammengefügt, teilweise synchronisiert, um sie dann simultan, mehr oder weniger generativ, zur Tonebene auf eine komprimierte Länge zu schneiden, die das Erkennen von Bewegungsabläufen zulässt.

Der Sound selbst, aufgezeichnet in einer Friseurschule, in Kleinstteile zerlegt zu einer Komposition verarbeitet und deren Ursprung verzerrt, baut sich im Laufe des Videos zu einem Musik-Klanggebilde auf.

Das Ganze kann auch als Bewegungs- oder Wahrnehmungsstudie betrachtet werden, in der durch das Entfernen mehrerer Frames die Grenzen zur Unerkenntlichkeit ausgetestet wurden. Das wiederholte Handeln in den Ursprungsvideos führt dazu das sogar das Fehlen von ganzen Sekunden während einer Bewegung deren Ablauf als Ganzes erscheinen lässt, wobei aber der Schnitt selbst wahrgenommen wird.

REALITY TUNNEL
Rauminstallation
2013

 

„Every kind of ignorance in the world all results from not realizing that our perceptions are gambles. We believe what we see and then we believe our interpretations of it, we don‘t even know we are making an interpretation most of the time. We think it‘s reality.“
(Robert Anton Wilson)

Bezugnehmend auf Timothy Leary‘s Beschreibung unserer, aufgrund von Prägung, Erziehung und kulturellen Umfeld, eingeschränkten Sichtfelder, entstand das Projekt „Reality Tunnel“. Realitätswahrnehmung beruht auf Interpretation von Zeichen, die wie Verkehrsschilder uns Hinweise geben, wie eine Sprache erlernt und durch ein System von Oppositionen (gross-klein, dick-dünn, rund-eckig) designiert werden.

Ein Guckrohr, dessen quadratische Form sich zu einem Kreis verjüngt, oder umgekehrt, schränkt das Blickfeld, wie ein Tunnel, auf beiden Seiten unterschiedlich ein.

Ein augenscheinlich bekanntes Piktogramm, ein Mistkübel, als Aufforderung, das „programmiert“, oberflächlich Wahrgenommene zu verwerfen und zu hinterfragen, gibt einen Vogel zu erkennen, der wiederum bei Annäherung eine Pistole.

HAT
... or the story of arriving and leaving behind...
Kurzfilm 7:40 min
2009

 

Grundlage zu diesem Film waren 64 analoge Fotos, die den Entstehungsprozess meiner Vorzimmerwand dokumentierten.

Mittels Schablonentechnik habe ich meine eigens entworfene Tapete angebracht und diese in den einzelnen Arbeitsstufen mit unterschiedlichen Beleuchtungskörper und Belichtungszeiten fotografiert. (leider hatte ich damals kein Stativ zur Verfügung, Okt.2008)

Die Anzahl der Einzelbilder verdoppelten sich aufgrund von positiv (ausgearbeitete Fotos) -u. negativ-Scan. Man kann im Film auch den Unterschied in der Körnung der Bilder sehen. Einige davon scannte ich mehrmals mit unterschiedlichen Farbeinstellungen.

Letztendlich bin ich mit der Gestaltung der Übergänge auf über 500 Einzelbilder gekommen, die ich alle (ohne Ausnahme) zu diesem Film weiterverarbeitete.

Der Ton, mit einem einfachen Sony-Ericsson-Handy aufgenommen, besteht nur aus Geräuschen (d.h.ohne Stimmen) und beschreibt die Geschichte, die sich eventuell vor dieser Wand abspielt.

EMPTY
Bilder-Serie, 140x200
2000-2009

 

Aus einer Komposition, in der ich versuchte Bleistiftzeichnung, gemaltes Bild und Foto auf einen Nenner zu bringen, entstanden aus den einzelnen Layers eigenständige Bilder, die den Ausdruck den ich erzielen wollte, fast noch besser unterstreichen.

Der leere Gesichtsausdruck hat mich 2000 dazu gebracht das Foto eines Cd-Covers (Placebo "without you I'm nothing") auf A2 Format mit Bleistift zu zeichnen. 2004 wurde daraus ein Guache-Bild, das ich dann 2007, auf einen Karton geklebt, mit roten Streifen aus Acrylfarbe ergänzte und mit Glanzlack fixierte.

Auf einen vergrößerten Scan dieses Bildes retouchierte ich dann 2009, ebenfalls digitalisierte, analoge Fotografien, ein Selbstportrait, Wassertropfen und ein vom Fernseher abfotografiertes Bild des Films "velvet Goldmine".

Es entstand ein Abbild, das meine damalige Entwicklung der vorangegangenen 10 Jahre widerspiegelt.

Durch die Vergrößerung des gemalten Bildes werden Details der Malerei, die sich beim Scan-Vorgang ablichteten, besser sichtbar: Das Licht des Scanners reflektierte an der Lackschicht, die auch einige Blasen beinhaltet, und hinterließ Leuchtspuren.

Auch die Bleistiftzeichnung ist durch die Integration in das Bild teilweise nur mehr durch helle feine Striche zu erkennen.